Eine ebene, fett- und ölfreie Auflage ist Voraussetzung. Ober- und Unterring müssen
satt aufliegen. Rothe Erde empfiehlt eine Überprüfung der Auflageflächen
mit einem Nivellier- oder Lasergerät. Nur in Ausnahmefällen sollte
bei Lagern bis Ø 2,5 m (mit entsprechend großem Querschnitt) die Messung
mittels Fühlerlehre Anwendung finden.
Bei der Fühlerlehren-Messmethode
wird empfohlen, nach dem 1. Messvorgang das Lager 90° versetzt aufzulegen
und eine Wiederholungsmessung durchzuführen.
Eine mechanische Bearbeitung
der Auflageflächen, als letzter Fertigungsschritt (nach dem Schweißen), ist erforderlich. Schweißperlen,
Gratbildung, überstarke Farbkleckse und sonstige Unebenheiten sind zu entfernen.
Die maximale Planabweichung einschließlich Abwinklung "P"(mm) der
unteren bzw. oberen Auflagefläche soll in Abhängigkeit von Bauform
und Laufkreisdurchmesser "D
L" des Großwälzlagers
die in der
Tabelle 8 aufgeführten Werte nicht
überschreiten.
Für die Abwinklung der bearbeiteten Auflageflächen sind die Tabellenwerte auf 100 mm Auflagebreite zu beziehen.
Um größere Abweichungen und Spitzenbildungen in kleineren
Sektoren zu vermeiden, darf eine eventuelle Abweichung im Bereich 0°
90° 180° nur gleichmäßig steigen bzw.
abfallen. Vor dem Einbau ist die Leichtgängigkeit des Lagers zu prüfen,
in dem das unverschraubte Lager 2 x gedreht wird.
Bei Überschreitung der zulässigen Planabweichung einschl. Abwinklung empfehlen wir eine mechanische Bearbeitung der Lageranschlussflächen.
Bei den Lagern der Standardserien KD 320, RD 700 und
RD 900 muss die Einbaulage der Zeichnungslage entsprechen.
Obere und untere Auflagefläche des Großwälzlagers sowie Verzahnung von der Konservierung säubern. Kein Lösungsmittel
an Dichtungen und in die Laufbahnen gelangen lassen! Verzahnung nicht säubern, wenn diese gefettet ist.
Durchmesser-Toleranzen
Spanend bearbeitete Durchmesser ohne Toleranzangaben an den Zeichnungsmaßen haben folgende Abmaße:
| ≤ 315 mm |
± 1,6 mm |
| ≤ 1.000 mm |
± 2,5 mm |
| ≤ 2.000 mm |
± 3,5 mm |
| ≤ 4.000 mm |
± 5,0 mm |
| ≤ 6.300 mm |
± 7,0 mm |
| ≤10.000 mm |
± 10,0 mm |
Die
Schmiernippel müssen alle gut zugänglich sein. Evtl. sind Schmierrohre vorzusehen, damit eine Nachschmierung durch alle Schmieranschlüsse möglich ist. Wir empfehlen automatische Zentralschmieranlagen.
Härteschlupf
Die ungehärtete Stelle zwischen Beginn und Ende der Laufbahnhärtung ist durch eingeschlagenes „S“ (Typenschild bzw. Füllstopfen) am Innen- bzw. Außendurchmesser jedes Lagerringes gekennzeichnet.
Beim verzahnten Ring wird der Härteschlupf auf der Axialfläche markiert. Die Schlupfstelle „S“
soll am Ring mit Punktlast außerhalb der Hauptbelastungszone liegen.
Ist der Hauptarbeitsbereich für den Anwendungsfall bekannt, so ist die Positionierung des Schlupfes
auch am umfangsbelasteten Ring außerhalb der Hauptbelastungszone zu legen.
Verzahnung
Es ist zu gewährleisten, dass die Einstellung des Zahnflankenspiels an den drei grün gekennzeichneten Zähnen min. 0,03 · Modul beträgt. Nach dem endgültigen Festziehen des Lagers ist das Flankenspiel noch einmal auf dem ganzen Umfang zu überprüfen.
Am Ritzel ist eine Kopfkantenrundung und
Kopfflankenrücknahme vorzusehen.
Übereinstimmung der
Schraubenlöcher im Lager mit Bohrungen der Anschlusskonstruktion prüfen! Lager kann sonst leicht verspannt werden. Durchgangsbohrungen nach DIN/ISO 273, Reihe mittel, siehe
Tabelle.
Befestigungsschrauben und Muttern (ohne Oberflächenbehandlung) normal in Festigkeitsklasse 10.9 nach DIN 267. Vorgesehene Anzahl und Durchmesser unbedingt einhalten. Schrauben über Kreuz sorgfältig auf vorgeschriebene Werte vorspannen, die
Tabelle zeigt einige Anhaltswerte.
Die Flächenpressung unter dem Schraubenkopf bzw. der Mutter darf die zulässigen Grenzwerte
nicht überschreiten.
Bei Überschreitung der Grenzflächenpressung sind Unterlegscheiben entsprechender Größe und
Festigkeit vorzusehen. Die Mindest-Schraubenlänge muss gewährleistet sein. Wird ein hydr. Vorspanngerät verwendet, sind die entsprechenden Unterlegscheiben einzusetzen
(s.
Vorspannen der Befestigungsschrauben).
Die Festlegung der
Anziehdrehmomente richtet sich nicht nur nach der Festigkeitsklasse der
Schrauben und nach dem Anziehverfahren, sondern ist außerdem von der Reibung im Gewinde und an der Auflagefläche Schraubenkopf/Mutter abhängig. Die in der Tabelle angegebenen Anziehdrehmomente sind
Richtwerte, die auf leicht geölte Gewinde und Auflageflächen bezogen sind. Trockene Gewinde
erfordern höhere, stark geölte Gewinde niedrigere Anziehdrehmomente. Die Werte können
deshalb sehr stark schwanken. Dies gilt besonders für Gewinde ab M30 bzw. 1¼". Ab dieser
Größe empfehlen wir hydraulische Zugspannvorrichtungen.
Anschweißen der Großwälzlager sowie Schweißarbeiten in der Umgebung des Lagers sind wegen
Erwärmung und möglichen Verzügen nicht zulässig. Ausnahmen hiervon nur nach Absprache mit Rothe Erde.
Gewinde-/ Schrauben- durchmesser |
Bohrungs- durch- messer |
Anziehdrehmomente Nm bei Schrauben der Festigkeitsklasse μG ≈ μK = 0,14 |
| |
mm |
für hydr. Md-Schrauber |
für Md- Schlüssel |
für hydr. Md-Schrauber |
für Md- Schlüssel |
| |
DIN/ISO 273 |
8.8 |
8.8 |
10.9 |
10.9 |
| M 12 |
14 |
87 |
78 |
130 |
117 |
| M 14 |
16 |
140 |
126 |
205 |
184 |
| M 16 |
17,5 |
215 |
193 |
310 |
279 |
| M 18 |
20 |
300 |
270 |
430 |
387 |
| M 20 |
22 |
430 |
387 |
620 |
558 |
| M 24 |
26 |
740 |
666 |
1.060 |
954 |
| M 27 |
30 |
1.100 |
990 |
1.550 |
1.395 |
| M 30 |
33 |
1.500 |
1.350 |
2.100 |
1.890 |
| |
|
Grade 5 |
Grade 5 |
Grade 8 |
Grade 8 |
| UNC 5/8'' -11 |
18 |
200 |
180 |
286 |
260 |
| UNC 3/4'' -10 |
21 |
352 |
320 |
506 |
460 |
| UNC 7/8'' -9 |
25 |
572 |
520 |
803 |
730 |
| UNC 1'' -8 |
27,5 |
855 |
770 |
1.210 |
1.100 |
| UNC 11/8'' -7 |
32 |
1.068 |
970 |
1.716 |
1.560 |
| UNC 11/4'' -7 |
35 |
1.507 |
1.370 |
2.410 |
2.190 |
| |
|
Grade 5 |
Grade 5 |
Grade 8 |
Grade 8 |
| UNF 5/8'' -18 |
18 |
230 |
210 |
320 |
290 |
| UNF 3/4'' -16 |
21 |
396 |
360 |
560 |
510 |
| UNF 7/8'' -14 |
25 |
638 |
580 |
902 |
820 |
| UNF 1'' -12 |
27,5 |
946 |
860 |
1.330 |
1.210 |
| UNF 11/8'' -12 |
32 |
1.210 |
1.100 |
1.936 |
1.760 |
| UNF 11/4'' -12 |
35 |
1.672 |
1.520 |
2.685 |
2.440 |